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Falsche Planung nach DIN 18041 – Auri Akustik informiert

Als Planer werden wir in Projekte eingebunden, wenn detaillierte Fragen zur Raumakustik zu beantworten sind oder Unsicherheiten zur akustischen Aufenthaltsqualität auftreten. In einigen Fällen sind wir hierbei mit bereits angefertigten Berechnungen und Planungen zur Raumakustik konfrontiert.

Speziell für Mehrpersonenbüros müssen wir dabei oftmals feststellen, dass die rechnerischen Nachweise zur Raumakustik falsch ausgeführt werden. Wir verstehen uns nicht als Norm-Polizei, jedoch bedeutet eine unzureichende Berechnung der Raumakustik im Endeffekt eine unkontrollierte Akustik der Räume. Auch wird der Sinn und Zweck einer Norm als Qualitätsnachweis für Planer UND Auftraggeber ad absurdum geführt, wenn laut Planung die Vorgaben nach DIN 18041 erfüllt sind, allerdings die Art der Berechnung an sich grundlegend falsch ist. Für den Laien / Auftraggeber ist dieser Sachverhalt nicht zu erkennen und leider kein Einzelfall.

Aber warum ist dies so? – Unsere Erfahrungen aus diesen Projekten zeigen:

1. Der inflationäre Ansatz: „Raumakustik ist Nachhallzeit.“ ist unzureichend.

2. Die überall anzutreffende Annahme: „DIN 18041 bedeutet die Berechnung der Nachhallzeit nach Sabine.“ ist falsch.

3. Die wahrgenommene Aussage: „Die gesetzlichen Anforderungen an die Nachhallzeit sind nicht so wichtig.“ ist Blödsinn.

4. Die Information: „Die Nachhallzeit ist für Mehrpersonenbüros nicht entscheidend.“ ist nicht populär, aber richtig.

Grundlegend für die Qualität der Raumakustik ist eine genaue, normkonforme Planung. Dies bedeutet statistisch rechnen, wenn es erlaubt ist; simulieren, wenn es nötig ist und messen wenn es erforderlich ist.

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